Dieser Satz ist falsch. Wir hatten von 10 Tagen Botsuana 3 Regentage – für uns schade für die Natur und die Bauern aber ein Segen.

Auf dem Weg von Kasane nach Gweta fing es heftig an zu regnen. Insbesondere der zweite Streckenabschnitt wies einen so schlechten Straßenbelag auf, dass wir – wie die meisten anderen auch – lieber neben der Straße gefahren sind. Trotz der widrigen Umstände haben wir Gweta bereits in drei Stunden erreicht. Das Camp hatte Bungalows und auch Stellplätze für Camper. Bei Sonnenschein bestimmt der Hit, bei Regen ist alles dunkel, feucht und klamm. Trotz Regens hat der Chrischi einen kurzen Abstecher in den Pool gemacht.


Wir saßen den Nachmittag über in der Bar des Camps und haben gelesen – WLAN war kostenpflichtig. Irgendwann setzten sich Werner und Emanuelle dazu, ein Paar aus der Betragne. Werner ist Deutscher, Emanuelle Französin und wir kamen ins Gespräch und der Abend wurde sehr lustig. Wir haben jetzt eine Einladung in die Bretagne 🙂

Das Camp hat eine Erdmännchen-Tour angeboten und wir haben zugeschlagen. Daher ging es am nächsten Morgen um 5:30 los – ab in den Safari-Jeep. Zunächst war es trocken aber dann irgendwann ging der Regen los. Die Erdmännchen sind gleich mal in ihrem Bau geblieben – nachvollziehbar. Die Fahrt durch die nahe gelegene Salzpfanne war auch nicht möglich. Die war vom Regen so aufgeweicht und nun eine einzige Schlammpfanne. Es gab dann Frühstück im Jeep und dann wieder 2h retour zum Camp. Wir waren alle ziemlich durchgefroren. Chrischi und ich haben uns dann erst einmal wieder ins Bett gelegt. Auch der „Bushwalk“ am Nachmittag fiel wegen Regens aus.






Nach dem Frühstück am nächten Morgen ging es weiter nach Maun. Maun liegt südlich vom Okavango Delta und ist ein super Ausgangspunkt für Safaris. Chrischi hatte gelesen und auch „Regensburg“ von letzten Jahr in Griechenland hatten berichtet, dass wir unbedingt einen Flug über das Delta machen sollten. Wir hatten etwas bedenken wegen des Wetters aber Stunde um Stunde wurde das Wetter besser. Nach Check-in in unser nächsten Unterkunft „Discovery Bed and Breakfast“ sind wir zum Flughafen Maun gefahren. Zunächst haben wir das Fastfood Restraurant mit dem schönen Namen „The Hungry Lion“ ausprobiert. Naja, war jetzt nicht so der Hit. Löwen essen hier ausschließlich Hühnchen. Dann stand mein erster Helikopterflug an.



Unser Pilot hieß ebenfalls Christian und war Österreicher (selbstverständlich aus Innsbruck 🙂 ). Nach kurzer Einweisung ging es los. Um besser zu sehen und Fotos machen zu können, gibt es keine Türen. Auf den hinteren Plätzen zog es daher ziemlich. Wir haben einige Tiere aus der Luft sehen können und vor allem gesehen, wie riesig das Delta ist. Dann ging es mitten im Busch runter und es gab eine Pause für den Piloten und einen Gin Tonic für uns. Der Gin wird hier lokal produziert und heißt „The Sentinel – Okavango Gin“. Wir haben die ganze Flasche nach dem Flug mitbekommen.






Dann ging es wieder in die Luft. Der Helikopter hatte kurz Startschwierigkeiten aber da Christian, der Pilot, ganz ruhig blieb wurden wir nur ganz kurz nervös.
Am nächsten Tag hatten wir eine komplett andere Tour ins Okavango Delta gebucht und zwar per Boot. Wir wurden um 7:30 Uhr abgeholt und ins Delta gefahren (ca. 1,5 Stunden). Dann ging es ins Boot. In Kasane hatte unser Guide diese Boote als „Banana boat“ bezeichnet. Unser Modell war aber nicht aus Holz sondern Kunststoff. Im Heck steht der „Poler“ der das Boot durch das Wasser stakt. Wir sind mit zwei Booten gefahren, eines für Chrischi und mich und eines für das „Material“ – es sollte später im Busch Mittagessen geben. Man bleibt bei diesen Touren immer im sehr flachen Gewässer. Dort ist es sicher vor Krokodilen und Flusspferden, die sich lieber im etwas tieferen Wasser tummeln. Schließlich sind wir auf einer Insel gelandet und dort ging es zu Fuß weiter zu einem Wasserloch. Wir sind einer kleinen Gruppe Giraffen und und einer großen Gruppe Gnus begegnet, Hippos und Krokodile gab es zum Glück nur aus der Ferne. Das war auch toll, mal durch den Busch zu laufen. Wir hatten somit in kurzer Zeit ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Okavango Delta.





Nach 2 Stunden Bushwalk sind wir wieder zum zweiten Boot gefahren. Die Frauen hatten mittlerweile den Tisch zum Mittagessen gedeckt. Mit Tischdecke in der Wildnis. Das war etwas surreal.






Am Abend haben wir mit unsern Gastgebern Marije und Rene und einem anderen Gästepaar zu Abend gegessen. Es gab nach einer leckeren Vorspeise aus selbstgemachten Crackern und Dips den Klassiker: Spaghetti Bolognese – und zwar eine sehr gute. Wir haben unseren Gin geköpft.
