Nach einem leckeren Frühstück – es gab Müsli aber auch Oryxschinken und selbstgemachten Fleischsalat (nicht ganz Käsemaus-Niveau aber echt nicht schlecht) – haben wir uns von unseren tollen Gastgebern verabschiedet. Bis Betta sind wir „Kolonne“ mit Clara und Sven aus Innsbruck gefahren. Die beiden haben einen VW Polo gemietet und es war klar, ein Teilstück unserer Straße wird sehr sandig und Sven hatte Bedenken, dass der Polo es nicht durch den Sand schaffen würde. Es ging aber alles gut. In Betta haben wir noch gemeinsam ein Päuschen gemacht, dann trennten sich unsere Wege. Das Ziel von allen war zwar der Sossusvlei Nationalpark, Clara und Sven hatten aber eine Lodge im Nationalpark gebucht, wir wenige Kilometer außerhalb. Der Nationalpark öffnete seinen Pforten um 6 Uhr morgens. Marianne – unsere Ansprechpartnerin vom lokalen Reiseveranstalter – hatte geraten, so früh wie möglich loszufahren, denn in der Wüste wird es bekanntlich heiß. Das hatten wir auch vor.





Aber zunächst haben wir unseren kleinen Bungalow im Quiver Camp in Sesriem bezogen. Wir hatten im Vorfeld Fleisch und Salat für ein eigenes BBQ am Bungalow bestellt. Dieses wurde dann auch bald geliefert und am Abend haben wir Oryx-Würstchen und -Steak auf den Grill geworfen. Dazu gab es Folienkartoffeln, Cole Slaw und ein kaltes Bier. Die lebenden Verwandten unseres Grillfleisches liefen in nächster Nähe am Bungalow vorbei.




Es ging früh los am nächsten Morgen – ganz wie geplant. Zunächst haben wir an der Sossusvlei Lodge einen Picknickkorb abgeholt, den wir anstatt Frühstück bestellt hatten. Dann ging es zur Tanke um Luft aus den Reifen zu lassen. Das letzte Stück (ca. 5 km) im Nationalpark konnte man nur mit 4×4 Fahrzeugen bewältigen und besser ist es, die Reifen sind nicht ganz voll. Wir waren – natürlich – die ersten am Morgen um 6 Uhr, die von außerhalb in den Park fuhren. Es geht 65 km in den Nationalpark hinein und dann ist man bei der Sossusvlei Salzpfanne angelangt. Links und rechts von der Straße türmten sich bereits hohe Sanddünen auf. In der aufgehenden Sonne änderten sich die Farben des Sandes ständig. Richtig schön.




In Sossusvlei sind wir auch eine Sanddüne hochgekraxelt. Wir waren dankbar, dass morgens um 7 Uhr die Temperaturen echt noch moderat waren. Dann wurde der Picknickkorb ausgepackt und wir haben ausgiebig gefrühstückt.




Auf dem Weg zurück haben wir diverse Stopps gemacht. Wir haben uns Deadvlei angesehen – den kleinen Salzpfannen-Bruder von Sossusvlei mit einigen abgestorbenen Camel-Thorne-Bäumen. An der Düne 45 und der Elim-Düne haben wir auch Halt gemacht. So ging schnell der Vormittag vorbei und es war bereits Mittag, als wir den Park wieder verlassen haben. Um 12 Uhr waren es bereits 35 Grad.






Unser Weg führte uns weiter durch die Wüste zur Neuras Winery. Mitten in der Wüste liegt eine Oase, in der tatsächlich Weinanbau gelingt. Wir haben dort einen entspannten Nachmittag am Pool verbracht und um 17 Uhr hatten wir eine Führung über das Areal und ein anschließendes Wine tasting. Die Anbauflächen sind sehr klein und es können nur wenige Tausend Flaschen Wein (u.a. Shiraz und Merlot) pro Jahr produziert werden. Die Qualität ist aber richtig gut und vor allem ist dieser Wein zu 100% handgemacht. Das war sehr beeindruckend. Emmanuel – der Mitarbeiter, der die Führung über das Areal gemacht hat – war sichtlich stolz auf seinen Wein. Wir waren die einzigen Gäste an diesem Abend. Um 19:30 gab es Abendessen – tatsächlich waren wir aber noch voll von den ganzen kleinen Happen, die es begleitend zur Weinverkostung gab.










Wir sind früh ins Bett gegangen und somit auch wieder früh aus den Federn gekommen. Weiter ging es durch die Wüste Richtung Solitaire und Walvis Bay nach Swakopmund. Der Tankwart in Sesriem hatte uns schon darauf hingewiesen, dass einer unser Reifen weniger Luft hatte als die anderen. Oh, oh! Er hat auch gleich ein kleines Loch gefunden. Marianne hat uns eine Werkstatt gleich neben unserer Pension in Swakop herausgesucht und gleich nach dem Check-In sind wir dort vorbeigefahren. Es stellte sich heraus, der Reifen hatte gleich drei Löcher. Alle waren winzig aber an ein Weiterfahren damit war nicht zu denken. Wir haben den kompletten Reifen wechseln lassen und netterweise hat die Werkstatt die restlichen drei Reifen auch auf potentielle Löcher geprüft. Die sind aber OK.








Erst dann haben wir die „Altstadt“ von Swakopmund erkundet und sind die paar Straßen abgelaufen. Es gab für jeden ein Fischbrötchen. Abendessen haben wir ausfallen lassen.

Heute morgen hatten wir eine Katemaran-Tour ab Walvis Bay gebucht. Mit uns war noch eine weitere deutsche Familie aus Bielefeld mit ihren drei Kindern an Bord. Die Fahrt war sehr kurzweilig (nette Gespräche, Pelikanfütterung an Bord, Fahrt zur Robbenkolonie und Champagnerfrühstück). Nun sind wir wieder in unserer Pension „Meike‘s Gästehaus“ und chillen ein bißchen.








Hallo Ihr Zwei,
Habe den Link von Deiner Mutter bekommen. Da kann man ja neidisch werden, so tolle Aufnahmen….
Weiterhin trotz Reifenpanne eine tolle Zeit
Lieben Gruß Christa
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Liebe Christa, vielen Dank. Wir genießen die Zeit seht
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