Ich habe die Fahrt nach Hause von Granada bisher allen lieben Lesern vorenthalten. Viel ist dazu auch nicht zu berichten. Was wir jedoch festhalten müssen ist, dass wir Frankreich – als Land der Camper und Winzer – gerne wieder besuchen möchten. Einen letzten Eindruck hatten wir in Béziere. Hier haben wir wieder bei einem Winzer übernachtet – für lau. Es gab am frühen Abend eine Weinverkostung und wir haben zwei oder drei Flaschen erstanden. Ein sehr fairer Deal und win-win wie nur was. 10 Minuten zu Fuß von unserem Stellplatz konnte man die 9 Schleusen vom Canal du Midi besichtigen. Das war quasi noch das Bonbon auf dem Wein 🙂


Dann ging es aber weiter gen Norden und weiter in die Kälte. Die Temperaturen fielen konstant. Wir haben noch einmal einen kleinen Abstecher nach Tiengen gemacht. Gerne wären wir auch nach Männedorf gefahren, aber leider ging sich das terminlich nicht aus und wir hatten auch für die Schweiz eindeutig zu viel Wein geladen ….
Wir waren eine Woche zu Hause in München, haben unsere Sachen verräumt und dann gleich wieder gepackt für unser nächstes Abenteuer: Namibia. Zwischendurch haben wir noch Freunde getroffen, eine kulturelle Veranstaltung lieber gemieden und ein negatives Resultat beim PCR-Test erhalten. Das war wichtig, sonst hätten wir die Einreise nach Namibia vergessen können.
Aber so konnten wir am 23. November am frühen Abend über Frankfurt nach Windhoek fliegen. Corona-seitig das riskanteste Unterfangen seit langen, mit so vielen Menschen so lange in einem „Zimmer“. Der Flieger war glücklicherweise nicht voll besetzt und es gab Maskenpflicht. Beim Abendessen und Frühstück war man davon befreit – alle gleichzeitig. Ich bin mir nicht sicher, ob das so sinnvoll ist aber bisher geht es uns noch gut.

Wir sind um 9 Uhr Ortszeit in Windhoek gelandet. Schnell konnten wir feststellen, das Tempo in Namibia ist ein anderes. Ich komme sehr gut damit klar, der Chrischi kämpft ein bisschen 🙂 Heute waren wir einkaufen und der Mann vor uns an der Kasse hat die Hälfte seines Einkaufwagens (vorwiegend Weihnachtsgeschenke) wieder aussortiert als er den Preis von der Kassierin erfuhr. Und das in aller Seelenruhe. Chrischi wäre fast durchgedreht – ich fand es eher unterhaltsam.
Unsere Unterkunft in Windhoek war sehr schön, das Vondelhof Guesthouse. Das liegt sehr zentral. Wir sind um 12 Uhr dort angekommen. Zuvor am Flughafen haben wir den Mietwagen abgeholt, eine SIM-Karte erstanden und die ersten Namibia Dollar gezogen. Die Fahrt in die Stadt dauerte ca. 40 Minuten und verlief problemlos. Natürlich mussten wir uns auf den Linksverkehr erst einstellen.


Wir haben am Pool des Guesthouses gechillt und dann Marianne getroffen, eine nette Mitarbeierin vom örtlichen Reiseveranstalter. Sie hat uns die Reiseroute noch mal erklärt, uns auf Highlights hingewiesen und betont, wo man unbedingt noch mal Tanken sollte. Am Abend hatten wir einen Tisch in Joe`s Beerbar reserviert. Da wir uns noch ein wenig Windhoek anschauen wollten, kam Marianne auf die Idee, dass wir uns von Joe’s Beerbar Shuttle an der Christuskirche in Windhoek abholen lassen könnten. Das haben wir auch gemacht. Der Fahrer kam 20 Minuten zu spät und Chrischi war entsprechen gut drauf. Die Beerbar war aber schon einen Besuch wert. Wir haben das Namib Trio gegegessen: Steaks von Zebra, Kudu und Springbock. Gleich neben uns stieg eine Weihnachtsfeier. In Namibia sind die Corona-Inzidenzen gerade niedrig. Da geht so was – mit Weihnachtsmann-Mütze und Eierlaufen. Die spinnen, die Namibier. Ansonsten hat uns Windhoek nicht so begeistert.




Heute haben wir zeitig gefrühstückt. Aufgrund der Wärme muss man eigentlich gar nichts essen. Dann waren wir in einer Mall in Windhoek und haben uns mit einigen Dingen eingedeckt: Coolbox für Getränke im Auto, Proviant, Wasser, Stromadapter, hiesigen Insektenschutz – was man halt so braucht.
Dann ging es los Richtung Süden aus Windhoek raus gen Mariental. Die wenigen Ortschaften, durch die wir gekommen sind werden in unserem Namibia Reiseführer nur ganz kurz oder überhaubt nicht erwähnt. Zu recht. In Kalkrand sind wir von der B1 – die Straße die von Nord nach Süd (und umgekehrt) durch Namibia führt, abgebogen und mitten in die Kalahari gefahren. Von dort noch ca. 60 – 70 Kilometer entfernt, liegt das Intu Africa Game Reservat (ca. 10.000 ha groß).




Hier wurden wir mit einem Waschlappen zum Frischmachen und – so dachten wir – einem Glas Sekt empfangen. Der Sekt entpuppte sich als Apfelsaft aber die Geste war dennoch eine Wucht. Wir haben Bungalow Nr. 8 in der Zebra Lodge bezogen. Es gibt noch zwei weitere Lodges auf dem Areal – wegen Corona und Nebensaison sind diese aber derzeit nicht in Betrieb.



In der Zebra Lodge fühlen wir uns super wohl, die Leute sind – wie bisher alle in Namibia – super freundlich. Wir waren auch hier im Pool schwimmen und haben ca. 2 Stunden relaxt. Dann ging es auf unsere erste Safari. Unser Guide Andreas und wir zwei sind dann mit einem 4×4 durch das Reservat gefahren. Wir haben bereits hier einige Tiere aus nächster Nähe sehen können. Der Springbock ist die häufigste Tierart, die einem hier über den Weg springt. Im Folgenden eine Auswahl unserer Tierfotos mit iPhone (Zebra, Eland, Kudu, Steenbock, Gnu, Oryx, Strauß, Giraffe, Webervögel, Löwe, Termiten). 2 der big five waren also schon dabei. Die Löwin ist allerdings extra eingezäunt, uralt (19 Jahre – bei einer Lebenserwartung von 20) und sah leider aus als ob sie den Morgen nicht mehr erlebt.











Dann gab es noch einen Sundowner Drink an Andreas Bush Bar. Zurück an der Lodge gab es Dinner und nun liegen wir hundemüde im Bett und schreibe den Blog nur, damit ich nichts vergesse. Der Chrischi schnorchelt schon neben mir ….


