In Porto haben wir uns wieder ein kleines Airbnb-Appartement genommen. Es lag in Vila Nova de Gaia, gleich auf der anderen Flussseite mit Blick auf Porto. In Porto kann man sich – normalerweise – alles gut erlaufen. Aber dafür muss man zwei gesunde Füße haben. Wir dachten, eine kleine Wohnung direkt inmitten des Geschehens ist eine gute Idee, dann kann auch Chrischi am Leben in der Stadt teilhaben. Hier der Blick aus unserem Fenster.

Unsere Gastgeberin Manuela hat gleich unterhalb des Appartements in einem kleinen Weinladen gearbeitet und hat uns verraten, dass schräg gegenüber von der Wohnung ein Parkplatz wäre, den wir am Abend ergattern sollten. Der würde nichts kosten und der Camper wäre in Sicht und Laufdistanz. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, sind wir an die Promenade von Gaia. Chrischi war sehr glücklich über den Zustand von seinem Fuß und hat die Krücken gleich mal zu Hause gelassen. Wir haben ein Restaurant an der Promenade gewählt und den Abend dort ausklingen lassen.




Plötzlich gingen im Nachbarhause die Pforten auf und ein paar Mädels trugen ihre Ruderboote zum Fluss. Training ging los.

Dann wollten wir umparken – der Camper stand noch auf einem Bezahlparkplatz ca. 1 km entfernt. Dies hat sich im Nachhinein als Schnapsidee entpuppt. Wir sind den Berg zum Parkplatz hochgelaufen und anscheinend hat Chrischi schon relativ schnell dabei seine Sehne gespürt aber hat den Marsch bis nach oben durchgezogen. Wir haben umgeparkt. Am nächsten Morgen konnte Chrischi jedoch kaum noch auftreten. Wir waren beide sehr besorgt.
Ich war dann alleine in Porto und bin einem Standrundgang gefolgt. Da dachte ich noch, dass wir am nächsten Tag viele der Sehenswürdigkeiten noch einmal gemeinsam ansehen werden und bin überall nicht sehr lange geblieben. Es ging aber ständig auf und ab in Porto und mir war bald klar, das ist nichts für gestresste Sehnen. Ich fand Porto wirklich sehr schön. Hier eine kleine Anekdote insb. für meine Nichte Jonna: J.K. Rowling hat einige Jahre in Porto gelebt und es gibt z. B. eine Buchhandlung, deren Treppe die Vorlage für die große Treppe in Hogwarts gewesen sein soll. Nicht weit entfernt ist das Café in dem sie den ersten Harry Potter Band geschrieben hat. Leider habe ich von beiden Orten kein Foto … (kann man aber googlen 🙂 )



Der Bahnhof von Porto mit wunderschönen Fliesen.












Chrischi hatte inszwischen ein Restaurant für uns gefunden und nach all den Pasta mit Pesto Abenden und weil die Laune gerade am Boden war, haben wir es richtig krachen lassen und waren im Restaurant Pedro Lemos, das einen Michelin Stern vorweisen kann. Ich hatte das vegetarische Menü und wir waren uns beide einig, dass ich die „bessere“ Wahl getroffen habe. Meine Vorspeise war mit Kohlrabi und Apfel, die von Chrischi mit Gurke. Statt Weinbegleitung wurde uns beiden eine Teetasse serviert. In diese hat der Kellner dann aber Gin-Tonic aus einer Kanne kredenzt, passend zu beiden Speisen. Auf der Teetasse stand auch tatsächlich „Hendrick‘s“. Anbei noch ein paar Impressionen aus unseren Menüs.








Am nächsten Morgen ging es etwas besser mit dem Fuß und wir wollten zumindest mit der Seilbahn fahren, die überhalb der Promenade von Gaia schwebt. Doch beim Duschen kam das nächste Unglück. Die Duschtür zerbarst in viele, viele Scherben und der arme Chrischi hat sich den Fuß aufgeschnitten. Was für ein Schreck und Scherbenhaufen!!! Nachdem Chrischi notdürftig versorgt war, habe ich die meisten Scherben weggekehrt und Manuela, unsere Vermieterin, informiert. Danach war an Laufen bei Chrischi nicht mehr zu denken. Das war sehr schade und wir müssen irgendwann mal wiederkommen, damit er auch was von der Stadt sehen kann.
