Ich habe einiges nachzuholen in diesem Blog. Heute ist Freitag, der 22. Oktober und wir sind mittlerweile in Porto eingetroffen. Dazu aber im nächsten Blogbeitrag mehr.
Am 19. Oktober (glaube ich jedenfalls 🙂 ) haben wir den Campingplatz in Orio verlassen und haben etwas Strecke gemacht. Wir sind an diesem Tag in das 400 km entfernte Gijón gefahren. Ab Gijón startet eine Panorama-Route an der Costa Verde, die wir uns herausgesucht haben. Wir haben in Gijón auf einem kostenfreien Wohnmobil-Stellplatz übernachtet über den wir jedoch nicht viel Positives berichten können. Ja, er war strandnah und ja, er bot die meisten Serviceleistungen an, die sich Camper normalerweise so wünschen (Grauwasser, Strom etc.). Wir hatten aber gar keinen Bedarf nach diesen Serviceleistungen und uns war der Stellplatz einfach zu laut (nahe Straße, naher Hafen, und ein Paar das sich bis frühmorgens um 5 Uhr gleich neben unserem Wohnmobil sehr viel zu sagen hatte …). Wir haben Outdoor-Cooking vorgenommen – es gab Spaghetti Bolognese, abgelöscht mit dem leckeren Rotwein von Bertrand … Und das Licht während des Sonnenuntergangs war der Hammer!!!!





Da wir uns nicht wohl gefühlt haben, haben wir am nächsten Morgen gleich die Zelte abgebrochen. Dieses Mal hatten wir kein konkretes Ziel sondern wollten so weit kommen, wie wir Lust hatten zu fahren. Inzwischen hat sich bewährt, so zwischen 16 und 17 Uhr irgendwo anzukommen. Dann ist es noch länger hell und die Stellplätze sind noch nicht belegt. Die Costa Verde hat viel Steilküste und die Fischerdörfer haben sich in den vielen kleinen Buchten angesiedelt. Im Örtchen Luanco haben wir einen Frühstückstop eingelegt.


Dann ging es weiter bis nach Cudillero zum Foto-Stopp. Unsere Route folgt hier übrigens dem Jakobsweg. Die Wanderschilder zum „Camino de Santiago“ sah man alle paar Minuten und auch Pilger haben unseren Weg gekreuzt.



Es war wunderschönes Wetter – um die 27 Grad. Von der Straße aus haben wir einen schönen Strand „Playa de los Molinos de Barcia“ gesehen und haben kurzentschlossen dort Pause gemacht.






Im nächsten größeren Ort Luarca wollten wir den Campingplatz ansteuern, der laut unseren Informationen bis Mitte November geöffnet sein sollte. Aber Pustekuchen, der Platz war bereits geschlossen. Wir wollten nach unserem Strandaufenthalt unbedingt Duschen und es gab keine attraktive Campingplatz-Alternative in der Nähe. Somit haben wir kurzerhand ein Hotel am zentralen Platz von Luarca gefunden und haben für 47 EUR dort übernachtet. Wir wollten dann schön in einem der netten Restaurants am Fluß Essen gehen. Da man hier ja erst später zu Abend ißt, sind wir erst um 19:30 Uhr Uhr mit hängendem Magen losspaziert und waren schnell sehr irritiert. Alles war zu. Leider sind wir in die typische Falle für unflexible Deutsche getappt. Die Restaurants haben von 16 bis teilweise 21 Uhr zu und dann geht es erst weiter. Wir haben aber dennoch was gefunden und waren auch ganz happy mit unserer Menüwahl.





Der Mittwoch war wieder geprägt von Strecke machen und weiteren Camper-Ärger. Mittlerweile war nämlich auch die Wasserpumpe kaputt gegangen. Man hatte uns allerdings schon bei der Camper-Übernahme davor gewarnt und eine Ersatz-Pumpe mitgegeben. Was aber nicht vorhanden war, war ordentliches Werkzeug den Pumpenaustausch auch durchführen zu können. Das hat sich aber erst beim nächsten Stopp in Valdovino herausgestellt. Selbst der „Platzwart“ vom Campingplatz hat mit Werkzeug ausgeholfen, hat aber alles nichts genutzt. Ein Besuch im Baumarkt musste her.

This is the major speaking: Rumänische Schiedsrichter (oder andere Unparteiische aus unterklassigen Ligen) haben bei einem Champions-League-Spiel nichts zu suchen. Zumindest dann nicht, wenn ich auf einem spanischen Campingplatz zur Nachtruhe verpflichtet bin und gleichzeitig Benfica gegen Bayern schauen möchte. Zefix!!!





In Ferrol – wenige Kilometer hinter Valdovino – gab es einen Brico Baumarkt und dort konnten wir alles besorgen. Chrischi hat dann die Reparatur bravorös durchgeführt und nun funktioniert die Pumpe wieder – wir mussten dafür aber unser gesamtes Frischwasser ablassen. Und nun haben wir eine funktionierende Pumpe aber kein Wasser zum Pumpen …. Natürlich sind wir Füchse und hatten uns im Campingplatz in Valdovino noch Wasser in einen Kanister abgefüllt und haben dann erst einmal dieses Wasser verbraucht. Diese ganzen Camper-Geschichten und auch, weil das Wetter nicht so Bombe war, haben uns dann dazu bewogen Santiago de Compostela links liegen zu lassen und bis Vigo durchzufahren. In Vigo dann das nächste bekannte Problem: kein Parkplatz. Wir haben es dann noch mal in Tui versucht, auch da gefiel es uns nicht. Daher haben wir gestern die Grenze nach Portugal überquert und sind bis Vila Praia den Ancora an der Atlantikküste gefahren. Dort schien die Sonne wieder. Zum Essen gab es grünes Curry, direkt am Strand. Was will man mehr?



Tolle Bilder und vor allem schau ihr sehr glücklich aus 😊. Weiterhin viel Spaß und passt auf euch auf. Grüße aus dem herbstlichen München (FCB FOREVER)
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Tolle Bilder! Die Camper Geschichten gehören doch irgendwie dazu 😀.. viel Spaß in Portugal!
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