Unser Weg aus Porto hat uns erst einmal in die „falsche“ Richtung – gen Norden – geführt. Wir wollten uns den Fischereihafen ansehen. Entweder waren wir in der falschen Ecke oder zur falschen Zeit vor Ort – von Fischverkäufern haben wir nichts gesehen. Macht nix. Wir haben in einer kleinen Bar gefrühstückt und dann noch ein paar schöne Fotos gemacht.






Dann ging es weiter nach Aveiro. Aveiro ist eine Lagunenstadt und wird auch als „Portugiesisches Venedig“ beschrieben. Neben dem Wirtschaftszweig Tourismus werden hier Salz gewonnen und Algen als Dünger und für die Kosmetikindustrie gefangen. Hier ein Foto der „Salzfelder“.

Für Fußkranke bietet sich eine Fahrt mit einem der vielen Algenfischerboote (Moliceiro) an, die die drei zentralen Kanäle von Aveiro abfahren. Liebesschlösser sind an den vielen Brücken in Aveiro übrigens verboten, es gibt aber jede Menge Freundschaftsbänder. Aber ohne Freundschaft ja auch keine Liebe – so meinte unserer Skipper sehr weise.








Zum Übernachten haben wir uns ein Plätzchen in Strandnähe gesucht. Wir haben wild gestanden, es gab Spaghetti mit Meeresfrüchten und die Laune war bestens. Das Video ist exklusiv Herrn H. gewidmet.


Etwas weiter südlich von unserem Stellplatz liegt Praia de Mira, ein kleines Küstendorf mit den für die Gegend charakteristischen gestreiften Häuschen. Hier Bilder der kleinen Fischerkapelle Capela Nossa Senhora da Concelcao.



Es ging dann kerzengerade die Küste entlang. Ziel war ein Campingplatz in Sao Martinho do Porto. Der war aber leider geschlossen. Wir haben an der muschelförmigen Bucht zu Mittag gegessen und mit meinem Papa telefoniert, der sich an diesem Tag einer OP unterziehen musste. Gute Besserung noch einmal von dieser Stelle!!!!! Chrischi war wieder guter Dinge, was seinen Fuß anging. Mit Krücke (von der Krankenkasse), Ferseneinlage (von Simon) und Manschette (von Heinzi, der eigentlich nicht Heinzi heißt) gut ausgerüstet, sind wir zum Eingang der Muschelbucht gekraxelt.












Nach dieser aufregenden Mini-Wanderung haben wir Grillgut eingekauft und auf einem Wanderparkplatz in der Nähe von Óbidos gegrillt und übernachtet.

In unserem Reiseführer ist Óbidos als historische, mittelalterliche Kleinstadt beschrieben mit noch intakter Stadtmauer – quasi das Dinkelsbühl von Portugal 🙂 Wir haben einen Spaziergang durch den alten Ortskern gemacht. Sehr hübsch hier.












Dann haben wir Peniche und das Kap Carvoeiro angesteuert. In Peniche werden Surfweltmeisterschaften ausgetragen. Das Kap Carvoeiro ist gesäumt von Steilklippen und bizarren Felsformationen.





Übernachtet haben wir auf dem Campingplatz von Lourinha. Kurz war die Laune auf dem Tiefpunkt, als klar wurde, dass wir auf dem Stellplatz im Pinienwald keinen WLAN-Empfang hatten. An diesem Abend hat der FC Bayern gespielt…. Glücklicherweise war der Internet-Empfang rund um die Rezeption super und Chrischi hat sich dort auf eine Parkbank zurückgezogen. Ich habe den Porto-Blogbeitrag geschrieben. Vorher hatten wir die schlechteste Pizza überhaupt. Macht alle einen Bogen um telepizza.pt !!!!

Am Donnerstag haben wir einen Abstecher nach Azenhas do Mar gemacht – zum Fotostopp des Küstendorfs mit Atlantikpool. Laut unserem Reiseführer findet man das Bild vom Dorf an den Steilklippen in JEDEM Portugal-Reiseführer.


Lissabon kam immer näher, wir hatten aber beschlossen dort nicht zu bleiben, weil wir beide schon mal dort waren und wir Neues entdecken wollten. Kurz vor Lissabon haben wir noch den westlichsten Punkt Kontinentaleuropas angesteuert: Das Kap da Roca. Durch die Nähe zur Großstadt war ordentlich was los am Kap. Dieser Stopp zählt nicht zu den Highlights, war aber ein MUSS, da wir im Dezember am südlichsten Punkt Kontinentaleuropas waren. Ihr versteht? Schauen wir mal ob wir den nördlichsten und östlichsten Punkt noch schaffen (ich habe keine Ahnung wo die überhaupt liegen, Norwegen ist ein Kandidat für den Norden 🙂 )



Dann rauf auf die Autobahn, an Lissabon vorbei über die Ponte Vasco da Gama (17,3 km lang) mit Ziel Comporta.

Es ging ewig lange durch Korkeichen-Plantagen, das wurde schon langsam zäh. In Comporta haben wir das Landgut Herdade de Comporta besucht und – Überraschung !!!! – Wein gekauft. Man muss ja schließlich vergleichen können. Nach kurzer Weinprobe sind wir die Halbinsel hinauf bis nach Tróia gefahren. Ein Ort für den Jetset – sehr Nobel-Hobel – in der Nebensaison aber total ausgestorben. Die Strände sind bestimmt eine Wucht. Ein kleines Glas Cornichons im örtlichen Supermarkt kostet 4,29 EUR. Soviel dazu (nein, Mama, wir haben nichts gekauft 🙂 ).

Weiter ging es Richtung Melides und Santo André. In Lagoa de Santo André haben wir am Strandparkplatz übernachtet. Am Abend waren wir bei „Chez Daniel“ Essen. Es gab lecker Fisch.


