Paella-Night

Am Samstag stand die nächste Verabschiedungsparty für „Berlin“ an. „Bielefeld“ hat eine gasbetriebene Paella-Pfanne dabei. Die sollte noch ausgenutzt werden, denn auch „Bielefeld“ fährt am Montag zurück nach Deutschland.

Der Tag fing jedoch erst einmal mit einem Killerfisch-Angriff auf Chrischi an. Er sprang am frühen Morgen in die Fluten und kam wahrscheinlich einem Gelege zu nah. Mama- oder Papa-Fisch, von der Größe einer Sardine, fand das nicht so gut und blies zur Attacke. Der erste Biss war schon schmerzhaft, aber der Angreifer setzte nach und nach dem zweiten Biss floss tatsächlich Blut. Das war dann gleich Gesprächsthema Nr. 1 im Waschhaus.

Wir haben uns die Einkäufe für die Paella aufgeteilt, Chrischi und ich waren für die Hühnchenbrust-Filets und den Reis zuständig. Und natürlich sind wir zu unserem Lieblings-Metzger nach Finikounda gelaufen. Im Ort gibt es übrigens auch eine gute Bäckerei. Natürlich backen sie mit Weizenmehl aber das Brot hält einige Tage und schmeckt.

Den restlichen Tag haben wir am Strand vom Campingplatz verbracht. Das Wetter ist seit Tagen wieder super. Derzeit faulenzen wir viel und lesen Bücher im Akkord. Abgesehen von Svennis E-Book-Reader und der darauf abgespeicherten kleinen Bibliothek hat auch der Campingplatz eine Bücher-Tauschbörse. Daher haben wir genügend Lesestoff.

Gegen 15 Uhr haben wir mit den Vorbereitungen für die Paella begonnen. Die Tische wurden zusammengestellt, Gemüse wurde geschnibbelt, das Hühnchenfleisch in Stückchen geschnitten, die Garnelen angebraten und natürlich wurde der Reis mit viel Brühe und Weißwein abgelöscht. Die Paella schmeckte herrlich und die Stimmung am Strand war super.

Ab heute Abend sind es dann nur noch 4 Leutchen, die sich während des Sonnenuntergangs am Strand zum „Stuhlkreis“ treffen: „Bern“ und wir. „Bern“ sind Susanne und Roger, ein paar Plätze weiter, die mit einem orangefarbenen Range Rover älteren Baujahrs seit Jahren Touren machen. Einmal sogar bis Indien. Ich möchte mir in den nächsten Tagen noch ein paar Reisegeschichten erzählen lassen. Kurz nach Sonnenuntergang fangen die Gold-Schakale an zu heulen. Das ist auch wunderbar. In den Hügeln um Finikounda gibt es einige Rudel, dann und wann huschen die scheuen Tiere auch mal über den Campingplatz, erzählte Susanne. Gesehen habe ich noch keine, es gibt wohl zu viele Camper mit Hunden.

Heute steht bei uns Oktopus auf dem Speiseplan.

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