Angekommen ….

Die Fähre sollte laut Fahrplan um 20:00 Uhr in Igoumenitsa ankommen. Wir hatten aber die Zeitverschiebung nicht bedacht und so sind wir erst gegen 21:30 Ortszeit vom Schiff heruntergerollt. Selbstverständich hatten wir im Vorfeld das PFT-Formular – wie von den griechischen Behörden gefordert – ausgefüllt und konnten unseren QR-Code, den man am Tag der Einreise per SMS erhält, vorweisen. Eine Beamtin hat das auch kontrolliert. Es hieß, es werden stichprobenartig Passagiere ausgewählt, die dann zum Corona-Test müssen. Wir konnten aber gleich weiterfahren.

Sofort nach dem Fährterminal musste man sich entscheiden, ob man rechts oder links fährt. Mein ungeduldiger Mann wollte eine kurze Recherche nach der besseren Route nicht abwarten (manche können sich die Szene bestimmt bildlich vorstellen) und wir fuhren dann halt links. Das war die Autobahn und nach unseren Straßenerfahrungen in und um Brindisi war das Fahren eine Wohltat. Tipptopp Straßen – wahrscheinlich EU gefördert 😉 und kein Mensch mehr unterweges in Griechenland nach 22 Uhr.

Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit lag der Pamvotida-See von Ioannina an unserer Strecke. Ich dachte mir, dass wäre doch ein idealer Platz um die Nacht zu verbringen. Wir haben auch einen Stellplatz direkt am See gefunden aber der war bei Tageslicht leider auch nicht so dolle. Das übliche: Klopapier, Kondome usw. Später haben wir auch erfahren, dass der See zwar geschützt ist aber das das keinen so richtig schert und Fischfarmen, ungeklärte Abwassser, Landwirtschaft und Reste aus Tierfutterbetrieben dem See so langsam den garaus machen. Am frühen Morgen konnten wir einen Fischer beobachten, der auf den See fuhr und das machte, was Fischer halt so machen. Lecker Fisch auf dem Tisch… Hoffentlich haben wir den nicht auf unserer Speisekarte in den nächsten Wochen. Der aufmerksame Leser merkt so langsam: wir erfahren viel immer erst später 🙂

Unserer erster Campingplatz lag auf den Peloponnes bei Vartholomio (Glyfa) und hieß Ionion Beach. Ich hatte auf einem Reiseblog von dem Campingplatz gelesen. Das Paar, das den Blog schreibt, hat vor 2 Jahren auf dem Campingplatz überwintert. Ich hatte die Betreiber im Vorfeld angeschrieben ob der Platz geöffnet sei (bei der Corona-Situation ist sicher lieber sicher). Das war neben der Buchung der Fähre und dem PFT-Formular unsere einzige Vorbereitung auf die Reise. Nee, stimmt nicht, ich habe den Rother Wanderführer für die Peloponnes noch zwei Tage vor Abfahrt bei Amazon Prime (böse, ich weiß) bestellt.

Wir hatten einen Stellplatz in zweiter Reihe vom Strand aus gesehen. Der Platz war schon ganz gut: gehobene Klasse mit Pool und (geschlossener) Beach-Bar. Kaum angekommen, haben wir vom geplanten Lockdown in Griechenland erfahren. Na toll.

Schräg gegenüber von uns hatten Romy und Peter ihren Stellplatz, ein Reiseduo aus der Schweiz. Chrischi kam mit ihnen ins Gespräch. Zunächst – seien wir mal ehrlich – weil er auf ihren Stellplatz direkt am Wasser scharf war. Dann ergab aber das eine das andere und am Ende sind wir mit den beiden in den nächsten Ort geradelt um noch einmal vor dem Lockdown auswärts essen zu gehen. Der Laden hieß „Bier Welt“ 🙂 Oh Mann. Wir hatten einen sehr lustigen Abend mit den beiden und sie empfahlen uns am nächsten Tag (der Tag vor dem Lockdown) weiterzufahren zu dem Campingplatz von dem sie kamen. Der wäre im Süden der Halbinsel und eine Wucht. Wir haben sofort angebissen.

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