Oyster Bay Lodge

Heute ist der 4. Januar – höchstwahrscheinlich wird dies mein letzter Blogbeitrag. Wir sind in unserer letzten Unterkunft, der Oyster Bay Lodge – wenige Kilometer von Cape St. Francis entfernt – vor drei Tagen abgestiegen. Eigentlich hatten wir uns in ein Ressort in St Francis eingebucht, das hat uns aber gar nicht gefallen. Vor unserem Terassenfenster (=Schlafzimmerfenster) liefen die ganze Zeit Leute vorbei, vor der Eingangstür war eine Baustelle und vor allem war das Ressort gesteckt voll. Unsere Reiseagentur hat schnell reagiert und uns nun hier untergebracht. Und das ist für uns ein totaler Glücksgriff. Die Lodge hat 4 Cottages und 8 Gästezimmer, es ist total entlegen und nur per Schotterpiste erreichbar. Hier gibt es einen Privatstrand und eine Reihe weiterer Aktivitäten, die man buchen kann. Davon später mehr. Derzeit sitze ich auf unserer Terasse und höre das Meeresrauschen. Einfach nur schön.

Mit dem letzten Blogbeitrag hatte ich technische Schwierigkeiten. Ich habe leider die 3 GB Speicherplatz erreicht, die ich für einen kostenfreien WordPress Account max. zur Verfügung habe. Daher musste ich etliche ungenutzte Fotos löschen um etwas Platz zu schaffen. Auch daher wird dies wohl der letzte Eintrag.

Das Glück der Reisenden ist uns nicht nur wegen der Oyster Bay Lodge weiterhin hold. Deutschland hat heute Südafrika von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen. Das bedeutet, dass wir zu Hause nicht in Quarantäne müssen. Das ist mega! Vor den 14 Tagen gefangen in unseren vier Wänden hat mir schon ganz schön gegraut. Und zusätzlich haben wir Termine für die Booster-Impfungen Mitte Januar. Läuft 🙂 Danke, Martin !!!!

Wir haben am Anreisetag zunächst einmal den Strand erkundet. Das Wasser ist natürlich auch hier megakalt. Chrischi hat sich davon nicht abschrecken lassen. Ich war nicht ganz so unerschrocken und habe lieber Fotos von seinem Geplansche gemacht.

Die Lodge bietet Abendessen an, da wir aber im Cottage eine Küche haben und auch ein „Braai“ zur Verfügung steht, entscheiden wir von Tag zu Tag wo und was wir essen. Das Essen in der Lodge ist aber super, bisher hat alles sehr gut geschmeckt.

Vorgestern hatten wir Premiere und sind das erste Mal zum Geocaching aufgebrochen. Es gibt einen Geocache auf dem Areal und wir dachten, es macht bestimmt Spaß die Suche mit dem Erkunden des riesigen Grundstücks zu verbinden. Leider haben wir den Cache nicht gefunden. Es stellte sich aber später heraus, dass der bei Arbeiten im Unterholz entfernt worden ist – daher hatten wir gar keine Chance. Von der höchsten Düne der Lodge ging es dann zum Strand und ab ins Wasser. Gestern schien die Sonne, da hatte ich keine Ausreden mehr.

Gestern war Sporttag. Ich habe mich nach dem Frühstück auf den Pferderücken geschwungen und habe mit einem Guide einen Ausritt gemacht. Beim Leichttraben tat mir mein Pferd Sambuca schon sehr leid. Ich bin völlig aus der Übung. Die Pferde der Lodge sind übrigens alle nach Alkoholsorten benannt 🙂

Chrischi hatte sich zu einem Tauchgang in St Francis angemeldet. Mit einem Miniboot mit drei Mann (Skipper, Tauchlehrer, Chrischi) ging es raus. Der Wellengang war heftig. Gemeinsam haben sie 2 Tauchgänge absolviert.

Vorhin waren wir im Nachbarort „Humansdorp“ um Fleisch für unser letztes Abendessen dieser Reise einzukaufen. Heute Abend wird der „Braai“ genutzt. Wir haben auch genügend Holz um nach dem Grillen ein ordentliches Feuerchen zu machen.

Gerade habe ich schon mal das meiste Zeug gepackt. Wir wollen morgen um 8 Uhr aufbrechen um rechtzeitig am Flughafen von Port Elizabeth zu sein. Von dort geht es zunächst nach „Jo-Burg“ und am frühen Abend weiter nach Frankfurt. In München landen wir um 8 Uhr am Donnerstag. Dann sind die 180 Tage – namensgebend für diesen Blog – tatsächlich um. Unsere ursprünglichen Pläne waren so ganz anders als das, was wir tatsächlich unternommen haben. Rückblickend hat sich aber alles zum Positiven gewendet und wir möchten weder Griechenland im letzten Jahr, unsere Campingtour von diesem Jahr und natürlich die Reise durch das südliche Afrika missen.

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