Spanien war schon ganz nah und war unser Ziel für den nächsten Tag. Wir hatten uns in der Nähe von Orio eine spanische SIM-Karte für unseren WLAN-Router gekauft. Nach wenigen GB Nutzung gab diese in Portugal jedoch ihren Geist auf – vermutlich gab es eine Roaming-Begrenzung für das europäische Ausland im Kleingedruckten. Kaum in Spanien angekommen, funzt die Karte wieder.
Aber ich greife vor. Wir haben nämlich auf portugiesischer Seite noch eine wunderschöne kleine Kirche besichtigt. Diese liegt im Ort Almancil und heißt Igreja Sao Lourenco. Im Innenraum ist sie mit lauter Azulejos-Kacheln geschmückt. Die Kacheln sind so beeindruckend, dass man den prächtig vergoldeten Altar gar nicht mehr richtig wahrnimmt.



Faro haben wir rechts liegen lassen. Ab Faro erstreckt sich das Naturschutzgebiet Ria Formosa, ein Paradies für viele Wasservögel, die sich in dem von den Gezeiten geprägten Ökosystem tummeln. Das wollten wir uns etwas näher ansehen. Wir sind daher kurz hinter Faro in die Stadt Olhao gefahren, die von der Lagunenlandschaft geprägt ist. Es werden Bootsfahrten angeboten aber diese dauern alle etwas länger und wir wollten ja noch weiter nach Spanien. Olhao ludt dazu ein, dort zu Essen, es gab viele kleine, nett aussehende Restaurants. Leider hatten wir überhaupt kein Hunger. Der Fischerort Fuseta war unser letzter Halt in Portugal. Dann ging es über den Rio Guardiana nach Spanien.




In Isla Christina – wenige Kilometer hinter der portugiesischen Grenze – haben wir am Strand übernachtet. Hier war es noch einmal deutlich milder als in Portugal. Daher gab es Frühstück am Strand.





Auf auf spanischer Seite liegt ebenfalls ein großes Naturschutzgebiet an der Küste, der Parque Nacional Coto den Donana. Es gibt keine Straße hindurch, man muss bis Sevilla fahren und dann wieder zurück an die Küste. Es gibt hier in Anadalusien auch viele Weinanbaugebiete – jedoch in erster Line für den Sherry. Durch Jerez de la Frontera – die namensgebende Stadt für den Sherry – sind wir gefahren aber wie immer: kein Parkplatz. Daher war das nächste Ziel Cadiz. Etwas südlich von Cadiz haben wir auf einem Strandparkplatz gegrillt und übernachtet. Es gab einen schönen Sonnenuntergang (Chrischi hat keinen Sonnenbrand 🙂 ).





Am nächsten Morgen haben wir Cadiz Innenstadt mit dem Auto umrundet und ein paar Fotos gemacht.




Dann sind wir weiter nach Jerez de la Frontera gefahren, das wenige Kilometer im Landesinneren liegt. Dort haben wir lecker zu Mittag gegessen (Iberisches Schwein und Oktopus) und haben dann einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt gemacht. Die maurische Festung – das berühmteste Bauwerk der Stadt – war leider wegen Restaurierung geschlossen. In Jerez werden jedes Jahr die Häuser frisch gekalkt.








Derzeit sind wir am Strand von Tarifa. Die erste Nacht haben wir auch auf einem Strandparkplatz übernachtet. Vorher hatten wir zwei Campingplätze besucht aber es war dort so voll, dass die Camper dicht an dicht standen. Darauf hatten wir keine Lust. Und so haben wir das Schild mit dem Camper-Verbot über Nacht ignoriert. Wir haben einen kleinen Spaziergang zum Strand gemacht, ganz ohne Krücken. Marokko ist – an der Meerenge von Gibraltar – zum Greifen nahe. Keine 20 Kilometer trennen hier Europa von Afrika.




Jetzt stehen wir seit 2 Tagen auf einem offiziellen Campingplatz in Tarifa. Der Platz ist zwar auch voll aber die Parzellen sind geräumiger und wir haben unsere Hängematte im Einsatz! Um uns herum sind viele Kitesurfer. Tarifa ist der Hotspot für diesen Sport da es wohl immer windig ist. Um an den Strand zu kommen muss man durch einen Priel durch die Lagune auf eine vorgelagerte Sandbank. Hier ist bei Niedrigwasser Kitesurfer-Alarm. Auf der Sandbank kann man in einer Stunde bis Tarifa laufen.










