Weiter geht‘s

Heute ist der 1. Oktober und wir sind wieder unterwegs!!! Endlich. Die letzten Wochen waren sehr zäh und es war länger nicht klar, was wir überhaupt machen können.

Unser Sabbatical hat eigentlich am 1. September angefangen. Leider hat sich Chrischi zwei Wochen vorher die Achillessehne gerissen und war dazu verdammt, seinen Fuß hochzulegen und den wunderschönen VacoPed-Stiefel zu tragen. Ich habe meinen 40-Stunden Projektmanagement Job mit einem gefühlten 30 Stunden Krankenschwester Job getauscht. Da dem Chrischi langweilig war, hatten wir ständig Besuch. Das war auch schön – so viel Pfand habe ich aber zuvor in meinem Leben noch nicht entsorgt. Teiweise kam Besuch mit vollen Bierkästen an. Derzeit stehen noch 5 Kästen in der Wohnung, drei davon leer. Unser Grill hatte auch viel zu tun und der Patient hatte vielen Ideen, was man sonst noch so schönes Essen könnte 🙂 Mein Tag endete in der Regel mit Spülmaschine anstellen und fing damit an, den Rest der Töpfe vom Vortag zu spülen.

Wir hingen also fest. Neben dem netten Besuch war das Wetter in München auch ein gutes Trostpflaster. Der Sabbatical-Gott ist ein „mieser Verräter“ aber der Wetter-Gott hatte ein Nachsehen. Ab September hatten wir eigentlich nur gutes Wetter.

Am 28.9. haben wir dann unser Wohnmobil abgeholt. Wir haben dieses Mal keinen VW Bus sondern die nächst größere Variante gewählt. Es ist ein Fiat Ducato und wir haben Stehhöhe und – der eigentlich Grund für die Wahl – ein festes Bett im Heck. Chrischi muss den Stiefel nicht mehr tragen aber nach 6 Wochen Fußhochlegen geht nicht mehr viel. An ein Hochklettern in das Bett im Aufstelldach ist nicht zu denken. Wir haben auch ein Mini-Bad mit Chemieklo. Das bedeutet, ich muss nachts nicht mehr raus. Auch schön 🙂 Den Camper haben wir bis zum 18. November gemietet – derzeit ist der Plan wieder nach Griechenland zu fahren. Dieses Mal wollen wir aber die Landroute über Kroatien und Montenegro wählen. Aber im Grund möchten wir der Sonne hinterher fahren, daher kann es auch sein, dass wir ganz woanders landen.

Unser erster Stopp war Darmsheim, ein Stadtteil von Sindelfingen bei Mattze, Chrischis altem Freund aus Studientagen in Ulm. Mattze hat uns einen schönen Stellplatz in Laufdistanz von seiner Wohnung gezeigt, direkt am kleinen Flüsschen Schwippe. Dann haben wir uns bekochen lassen. Leider habe ich etwas geschwächelt und daher war der Abend kürzer als gedacht. Irgendwie habe ich mir eine Erkältung eingfangen, mit Kopfschmerzen, Halsschmerzen und etwas Unwohlsein. Super, dachte ich, das fehlt noch zu unserem Glück. Ein Corona-Schnelltest wurde gemacht – glücklicherweise negativ.

Chrischi geht weiterhin an Krücken und ist jenseits von mobil, daher passte der Plan für die nächsten Tage gut. Der zweite Stopp war bereits in der Schweiz, im grenznahen Klingnau. Hier wohnen Chrischis alter Bayern-Fan-Freund MacBach 🙂 – also Michel – mit seiner Familie. Wir wurden herzlich empfangen und auch hier konnten wir uns an den gedeckten Tisch setzen. So kann es weitergehen 🙂 Ich kannte ja keinen – und natürlich wurden viele alte Geschichten aufgetischt. Nach anfänglichen kleineren Verständnisproblemen meinerseits mit dem Allemannisch/Schwyzerdütsch-Mix wurde es im Laufe es Abends immer besser. Die drei Kinder waren nach kurzer Zeit Chrischi-Fans und wir freuen uns auf einen Gegenbesuch in München.

Jetzt sind wir in Tiengen bei Chrischis Eltern angekommen. Hier bleiben wir die nächsten Tage und schlafen im Gästezimmer mit eigenem Bad. Da Chrischi mehrmals schon umgeknickt ist, ist sein linker Fuß richtig fies angeschwollen. Jetzt ist wieder Fußhochlegen angesagt und ich kuriere meine Halsschmerzen aus. Derzeit liegen wir auf der Terasse und lassen es uns gut gehen. Später wollen wir noch mit Renate und Peter grillen.

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